
Freunde, wo soll ich bloß anfangen?
Ich denke ich setzte mal bei Weihnachten an. Mein russisches Weihnachtsfest war wundervoll, da ich von der Jugend hier zum Abendessen eingeladen wurde. Also haben wir gleich nach dem Krippenspiel (das im Fehrnsehen übertragen wurde) angefangen zu kochen und gegen 21.oo Uhr haben wir angefangen zu essen. Danach habe ich mich bis 24.00 Uhr fein mit ein paar Freunden unterhalten (ich habe noch nie soviel russisch an einem Tag geredet und man wundert sich doch das man inzwischen fast alles, wenn auch grammatisch vollkommen falsch, erzählen kann). Um 24.00 Uhr ging es dann in die Messe die ca. bis 2.00 Uhr ging und nach der ich sofort in mein Bett gefallen bin. Für die Russen fing Weihnachten jetzt erst richtig an (was ja auch eigentlich richtig ist) und haben sich alle beschenkt etc...
Am 1. Weihnachtstag war ich bei den Priestern zum Essen eingeladen und danach bin ich wieder schlafen gegangen ;)
Sonntags wurden die Pfarrer und ich von den Schwestern zum Abendessen eingeladen. Das war richtig fein mit russischen und deutschen Weihnachtsliedern.
Wir haben im KK Schafe und Engel aus Holz gebastelt, die wir nach dem Krippenspiel verkauft haben, so sah das Ganze aus:
So sehen Menschen aus, die sich über selbst gebackene Plätzchen freuen:
Und so sieht eine Krippe aus Barbie-und diversen andern Puppen aus:
Am 29.12 habe ich Linus vom Bahnhof abgeholt und wir waren noch flott im Stadtzentrum, um die Eisfiguren zu bestaunen, welche wirklich wunderschoen und kitschig sind!
Nachts um 4.00 Uhr ging es auf zum Flughafen und Nachmittags waren wir mit einer Stunde Verspätung endlich in St. Petersburg.
St. Petersburg
Es lag beachtlich viel Schnee in Peter (mehr als zu der Zeit in Tscheljabinsk) und unter dem Schnee waren immer mal wieder fiese Eisplatten, sodass ich mich insgesamt 2-mal richtig derbe hingepackt habe. (Statistik, Moskau und Peter zusammen: Linus: 1-Mal, Christian: 2-mal, Julia: 2-mal, Judith: 2-mal+1-mal in Tscheljabinsk)
Silvester haben wir mit 243782387238 Russen vor der Ermitage verbracht, vor der 4 Bühnen (in jede Himmelsrichtung eine) standen. Alles war wunderschoen beleuchtet und wir haben alle tanzend in einem riesen Kreis, Hand in Hand gefeiert. Natürlich haben wir um 21 Uhr Moskauer Zeit angefangen das Novosibirsker Silvester zu feiern, um 22 Uhr kam Tscheljabinsk, 24 Uhr Moskau und 2 Uhr Deutschland.
Das ganze hat mich dann doch etwas angeschlagen und ich war am nächsten Tag schon etwas am kränkeln. Nachdem wir dann noch eine Nacht in der „Datscha“ (russische Studentenbar) verbracht haben war ich endgültig krank. Den letzten Tag in St. Petersburg habe ich bei Julia in der Wohnung verbracht während die Anderen nocheinmal Peter von oben besichtigt haben.
Am Montag, 4. Januar, ging es abends mit dem Zug nach Moskau (als ich hier in der Caritas erzählt habe, dass ich krank war wurde mir nur gesagt man muesste bei einer Erkältung einfach guten Wodka als Medizin trinken-ja nee, ist klar ;D ).
Moskau
Die Zugfahrt hat mir die letzte Kraft geraubt und als wir morgens ankamen fühlte ich mich einfach nur noch be********.
Gegen 7 uhr hatten wir endlich unser Hostel gefunden, dass aus einer einfachen Wohung bestand, in der 2 Zimmer vermietet werden. Für 10 Euro die Nacht aber vollkommen in Ordnung.
Mit uns waren noch 2 andere deutsche dort, sodass wir mit 6 deutschen das russische Hostel regierten (am nächsten Tag kam noch ein Australier).
Den ersten Tag in Moskau bin ich wieder im Hostel geblieben um mich zu erholen und zu hoffen, dass es mir am näcshten Tag wieder besser ginge, damit ich wenigstens etwas von Moskau sehen konnte.
Das Erholen hat sich gelohnt-am nächsten Tag konnte ich endlich den Kreml, den roten Platz, Lenin und die Basiliuskathedrale bewundern (Lenin ist meiner Meinung nach eine Puppe und nicht mumifiziert-so gut kann man nicht mumifizieren ;) )
Die Moskauer Metro ist wirklich krass, die Rolltrepppen gehen so steil nach unten, dass man das Ende nicht sehen kann (in Peter übrigens auch so) und mit einer Tiefe von 78 Metern ist die Moskauer Metro die Tiefste der Welt-auf manchen Rolltreppen steht man bis zu 3 Minuten bis man unten oder oben angekommen ist. Manche Metostationen sind halbe Palastsäle, so schön und künstlerisch sind sie gestaltet. Wir haben auch erstmal eine Metro-Tour gemacht! :)
Am 8. ging es abends zurück nach Hause. Christians Flug ging eher als Linus und meiner und so machten wir uns gegen 17:30 Uhr auf den Weg zum Flughafen. Wir mussten zu Terminal D und die Autos muessen Passierscheine lösen, sodass sich vor den Schranken eines jeden Terminals recht lange Staus bildeten.
Christian wurde immer ungeduldiger, er hatte noch 60 Minuten, und irgendwann sind wir aus dem Bus gesprungen um zu Terminal D zu laufen-schade, es gab keinen Fußweg. Also ab ins Taxi-der Taxifahrer ist ja nicht doof und hat gemerkt das Christian in Panik war und Ausländer ist. So wollte er ganze 500 Rubel haben. War Christian dann auch egal-also rein ins Taxi. Nach ca. 2 Minuten Fahrzeit waren wir da und Christian zahlte seine 500 Rubel. Am Eingang des Flughafens ertönte ein Pfiff und der Taxifahrer war wieder da-Christian hatte mit Falschgeld bezahlt, dass er im Bus gefunden hatte. :D Dumm gelaufen.
Nunja, im Endeffekt sind wir alle angekommen und haben jeder unseren Flug bekommen. Morgens gegen 6 Uhr, -33 Grad und relativ viel Schnee sind Linus und ich dann endlich in der Caritas angekommen und was war das? Die Tür zur Küche war abgeschlossen und es lag kein Schlüssel für ein Gästezimmer für Linus bereit. Wir uns also zu zweit in mein kleines Bettchen gequetscht und wir haben tatsächlich bis 12 Uhr geschlafen. Danach hat Linus die Tür zur Küche aufgebrochen :D
Abends habe ich Linus zum Bahnhof gebracht und meine Chefin rief mich an, dass nur noch wenig Tramwais fahren würden und ich eventuell die Marschrutka nehmen müsste, da wir aber schon in der Tramwai saßen dachte ich, dass es kein Problem wäre zurück zu kommen.
Ok, ich stand 40 Minuten bei minus 20 Grad an der Haltestelle und die 3 kam nicht.
Also nochmal Natalja angerufen und gefragt welche Marschrutka ich brauche und zack hatte ich meine erste Marschrutka-fahrt hinter mir die ich alleine machen musste :) (wurde auch dringend Zeit nach 4 Monaten aber ich mag die Dinger einfach nicht...)
Moskau oder St. Petersburg?
Kurz und knapp: Mir persönlich gefällt Peter etwas besser...irngendwie romantischer und wirklich ein kleines bisschen wie Venedig mit den ganzen Kanälen und Brücken :)
In 2 Wochen kommt Ottmar schon hierher und am 30.01 werde ich mit nach Omsk fahren. Am 01.02 geht es dann weiter Richtung Novosibirsk und am 08. fängt dann das Zwischenseminar an-ich freu mich schon!
Heute abend gehe ich erstmal in die hauseigene Sauna-morgen soll es schliesslich wieder kalt werden ;)
Ich hoffe ihr seit alle gut ins neue Jahr gekommen und das Christkindl hat euch feine Geschenke gebracht?!
PS: Ich war hier in einer Weihnachtsoper fuer Kinder: Der Froschkönig-der Froschkönig ist in Russland allerdings eine Froschkönigin!!!-Verkeherte Welt hier ;)
Aktuelle Impressionen aus Tscheljabinsk:
- ja, das Stahlding ist wirklich nur festgebunden! (Bei dem Wetter ist Autofahren übringens kein Spass mehr-alle naselang bleibt jemand stecken oder rutscht zur Seite)
Mehr Bilder kommen morgen ins Webalbum, ich habe fuer morgen extra einen Schluessel fuer die andere Tuer bekommen :)
Hast du Väterchen Frost gesehen?
AntwortenLöschenjudy, auf dem einen bildchen siehst du aus wie eine kleine einzprinzessin vor ihrem schloesschen!!! ( ich gehe davon aus, dass damit dein lebenstraum in erfuelleung gegangen ist) ;)
AntwortenLöschendu erlebst schon wilde sachen da drueben im land des puren vodkas... uebrigens recht guter tipp mit dem vodka als hilfsmittel bei der genesung
alte ich vermisse dich & aber bin auch froh, dass es dir im kalten lande so gut geht
ich denk an dich
Hey Judy Liebes!
AntwortenLöschenich bin total verzaubert von deinen Bildern und Geschichten aus Russland.Das ist besser als jede Soap im Fernsehen.HEHE... und du weißt doch,wie gerne ich GZSZ gucke.;-)
Da bekommt man ja schon Interesse an Moskau und den "schönen" Seiten Russlands...Der Kremel sieht wunderschön aus und mit dir davor natürlich noch 100 Mal schöner.:-)
Es ist immer wieder schön, von dir zu lesen und zu hören,dass es dir gut geht.
Ich denk an dich und sende dir 1000 Küsse,
Eva
P.S.:übrigens schneit es in Kiel auch schon wieder seit zwei Tagen...also jetzt,wo du mal weg aus Deutschland bist,haben wir hier auch einen ordentlichen Winter.So viel Schnee bzw. solange bedeckte Schneelandschaften habe ich schon ewig nicht mehr gesehen!WUNDERVOLL. Aber Eisskulpturen konnte ich noch nicht bauen.:-(
Also ich bin froh, dass es hier endlich taut. Weniger Probleme mit dem Auto-Fahren und so.
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